Alice Cooper live in der Rockhal – Schockrock zwischen Klassikern und einer Überaschung

Alice Cooper live in der Rockhal – Schockrock zwischen Klassikern und einer Überaschung

Am 8. Juli 2026 machte die Alice’s Attic Live Tour von Alice Cooper Halt in der Rockhal in Luxemburg. Schon vor Konzertbeginn war die Vorfreude unter den zahlreichen Fans spürbar, die gekommen waren, um eine der letzten lebenden Rock-Legenden live zu erleben.

Den Abend eröffnete die luxemburgische Band My Own Ghost, die ihren Heimvorteil nutzten und das Publikum mit ihrer Performance perfekt auf den Hauptact einstimmte und für die passende Atmosphäre sorgte.

Auch mit mittlerweile 78 Jahren zeigt Alice Cooper das er immer noch zu den ganz großen des Rockuniversums gehört, von Altersmüdigkeit war nichts zu sehen. Stattdessen präsentierte er eine perfekt inszenierte Mischung aus Horror, Theater und zeitlosen Hardrock-Klassikern, die das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute fesselte.

Natürlich durften auch bei der neuen Alice’s Attic Show die bekannten Bühnenelemente nicht fehlen, für die Alice Cooper seit jeher berühmt ist. Düstere Kulissen, aufwendige Kostüme und zahlreiche schaurige Inszenierungen und diesmal mit einer riesigen LED-Wand machten das Konzert zu weit mehr als nur einem musikalischen Auftritt – es war ein echtes Rock-Theater.

Auch musikalisch ließ die Band keine Wünsche offen. Neben den langjährigen Bandmitgliedern Chuck Garric (Bass), Ryan Roxie (Gitarre), Tommy Henriksen (Gitarre) und Glen Sobel (Schlagzeug) lag diesesmal ein besonderes Augenmerk auf Gitarristin Anna Cara, die während der aktuellen Tour die langjährige Stammgitarristin Nita Strauss vertritt, die sich derzeit in einer Babypause befindet. Anna Cara fügte sich nahtlos in die Band ein und überzeugte mit starken Soli und einer souveränen Bühnenpräsenz.

Die Setlist bot eine gelungene Mischung aus Klassikern und Fan-Favoriten, wie „No More Mr. Nice Guy“, „Feed My Frankenstein“ oder „Poison“ die von den Besuchern lautstark mitgesungen wurden. Ein Highlight ist auch der Auftritt von Coopers Frau, Sherly Cooper die Ihren Mann mit einer gigantischen Guillotine bei „Second Coming“ / „“Going Home“ köpft. Immer wieder zeigte sich, wie zeitlos die Songs von Alice Cooper sind und dass er immer für eine Überraschung gut ist, so endete diesmal das Konzert nicht wie gewohnt mit „School’s Out“, nein, es gab als große Überraschung noch ein Cover von Nirvana’s „Smells Like Teen Spirit“ und zum Final „Under My Wheels“.

Wow, was für ein Abend – wollen wir hoffen das uns Alice Cooper noch lange mit solchen unvergesslichen Momenten in Erinnerung bleibt.

Pierre Ames

Redakteur und Fotograf