The Subways feiern in Saarbrücken ihr 20-jähriges Jubiläum mit selten gespielten Songs

The Subways feiern in Saarbrücken ihr 20-jähriges Jubiläum mit selten gespielten Songs
The Subways - 14.10.2026 Garage Saarbrücken

Zwanzig Jahre The Subways und das soll erst die Halbzeit sein. Am 14. Oktober 2026 steht das britische Rock-Trio in der Garage Saarbrücken auf der Bühne, im Gepäck die „When I’m With You, Loud & Proud“ Anniversary Tour 2026 und mit The Virginmarys als Special Guests. Frontmann Billy Lunn, Bassistin Charlotte Cooper und Schlagzeugerin Camille Phillips haben ein Jubiläum zu feiern, keine Abschiedsparty, so betont die Band.

The Virginmarys machen von der ersten Sekunde Druck. „You’re a Killer“ eröffnet, und das Duo aus Macclesfield braucht dafür nur Schlagzeug und Gitarre. Ally Dickaty treibt mit schnellen, kraftvollen Riffs, Danny Dolan hämmert jeden Song weiter vorwärts. Dazu kommt Dickatys rauer, markanter Gesang, der die Mischung aus Punk, Grunge und Alternative Rock zusammenhält. Die Lücke, die man bei nur zwei Musikern erwartet, entsteht nie. Spätestens bei „When the Lights Go Down“ tänzelt, klatscht oder nickt fast die ganze Garage mit. Nach 45 Minuten räumen die beiden mit „There Ain’t No Future“ unter kräftigem Applaus die Bühne.

Dann ist der Saal bereit für die Geburtstagsfeier. The Subways beginnen mit „I Want to Hear What You Have Got to Say“ und liefern sofort ihren Signature-Sound: energiegeladene Gitarrenriffs, Punk-Attitüde, Indie-Melodien in ausbalanciertem Mix. Gegründet hat sich die Band 2003 in Welwyn Garden City, Cooper und Lunn sind damals noch Teenager. Das Jubiläum soll keinen Schlussstrich setzen. „Wir hoffen sehr, dass dies die Halbzeit unserer Karriere markiert – wir sind noch lange nicht fertig“, sagte Cooper vor der Tour. Nach den Konzerten dieser Tour plant die Band eine kreative Pause für ein neues Album.

Weil diese Tour Jubiläum und Zäsur zugleich ist, stehen Songs auf der Setlist, die live selten vorkommen. „No Goodbyes“ gehört dazu. Davor laufen „With You“, „My Heart Is Pumping to a Brand New Beat“ und „Dirty Muddy Paws“. Als fünften Song kündigt die Band „Passenger’s Side“ als „brand new Song“ an, dabei erschien er 2025 auf „When I’m With You“. Mit „Mary“ vom Debütalbum kommt ein emotionales Lied, das Lunn mit seiner Mutter verbindet. Auf Fanwunsch spielt die Band im Anschluss „City Pavement“ kurz an.

Dann nimmt der Abend Fahrt auf. Cooper lässt eine freche Basslinie laufen und ruft „Saarbrücken, let’s go crazy“, Band und Publikum tanzen. Auf der Bühne wirbeln die Musiker umher, zwischen „Mary“ und „I Won’t Let You Down“ stehen „Alright“, „Turnaround“ und „Holiday“. Bei „I Won’t Let You Down“ tun die Fans es der Band fast gleich. Nach „Kiss Kiss Bang Bang“ kündigt die Band „Somewhere“ an, ebenfalls vom Debüt, und die Garage jubelt schon bei der Ansage.

Zur Zugabe will Lunn nicht von der Bühne gehen, um gleich wiederzukommen. Also bleiben die drei und starten mit „It’s a Party“ in den Schlussakt. Im blauen Licht folgt „This Is the Club for People Who Hate People“, dann „I Need to Feel You Closer“. Die gute Laune des Trios springt auf die Menge über, die sich von den punkigen, rockigen Rhythmen treiben lässt. Mein Eindruck: Alle wollen vor der großen Pause noch einmal alles auskosten.

Mit „Girls & Boys“ bedanken sich die Drei. Lunn erzählt von den Problemen mit dem Tourbus, derentwegen Konzerte abgesagt werden mussten, verweist auf den Merchandise-Stand und dankt der Garage. Zum Finale ruft ein Fan „Oh Yeah“, die Band spielt den Song kurz an. Dann folgt „Rock & Roll Queen“, der Song, mit dem alles begann. Die Halle singt mit und gibt alles.

The Subways ziehen sich mit einer Setlist aus Hits und selten gespielten Songs in ihre kreative Pause zurück und hinterlassen viele glückliche Fans in der Garage Saarbrücken. Nach diesem Abend darf die zweite Halbzeit gern genauso laut werden.

Andreas Schieler

Leitung, Redakteur und Fotograf