Ein Abend zwischen Dunkelheit, Bombast und purer Extreme-Metal-Power in der Rockhal
Drei große Namen des Extreme Metal, eine Bühne und ein Abend ganz im Zeichen der Dunkelheit: Am 11. Oktober 2026 machte die „In League With Satan“-Tour Halt in der Rockhal in Esch-sur-Alzette. Mit Behemoth, Dimmu Borgir und Dark Funeral stand ein Line-up auf dem Programm, das unterschiedliche Facetten des Black Metal miteinander vereinte – von kompromissloser Härte bis hin zu symphonischem Bombast.
Den Auftakt übernahmen die schwedischen Black-Metal-Veteranen Dark Funeral. Mit schnellen Riffs, gnadenlosen Drums und einer düsteren Atmosphäre machten sie von Beginn an klar, wohin die musikalische Reise an diesem Abend gehen sollte. Songs wie „The Arrival of Satan’s Empire“ und „The Secrets of the Black Arts“ unterstrichen eindrucksvoll den kompromisslosen Sound der Band. Ein intensiver Auftakt, der den Boden für die beiden Headliner bereitete.
Anschließend übernahmen Dimmu Borgir und brachten eine ganz andere Dimension des Extreme Metal auf die Bühne. Die Norweger stehen seit jeher für die Verbindung von aggressivem Black Metal mit orchestraler Größe und einer beinahe filmreifen Inszenierung. Mit imposanten Bühnenbildern, dramatischem Licht und ihrer unverwechselbaren Mischung aus Härte und Melodie verwandelten sie die Rockhal in eine düstere Klangwelt.
Neben Songs wie „Mourning Palace“ und „The Serpentine Offering“ durfte natürlich auch „Progenies of the Great Apocalypse“ nicht fehlen. Gerade bei den Klassikern zeigte sich, wie tief sich Dimmu Borgir mit ihrem symphonischen Sound in der Metal-Szene verankert haben. Frontmann Shagrath und seine Mitstreiter lieferten eine eindrucksvolle Vorstellung, bei der Atmosphäre und musikalische Wucht Hand in Hand gingen.
Dann war es Zeit für Behemoth. Die polnischen Extreme-Metal-Größen sind bekannt dafür, ihre Konzerte nicht einfach nur zu spielen, sondern regelrecht zu inszenieren. Auch in der Rockhal trafen massive Riffs und donnernde Drums auf eine düstere, bis ins Detail ausgearbeitete Bühnenproduktion. Flammen, dramatische Projektionen und die markante Präsenz von Frontmann Nergal machten den Auftritt zu einem visuellen und musikalischen Spektakel.
Mit Songs wie „Daimonos“, „Ora Pro Nobis Lucifer“, „Conquer All“ und „Blow Your Trumpets Gabriel“ spannte die Band den Bogen durch ihr Repertoire. Dabei wechselten sich aggressive Passagen mit langsameren, bedrohlich wirkenden Momenten ab, die der Show zusätzliche Tiefe verliehen. Besonders eindrucksvoll zeigte sich, wie präzise Behemoth ihre Musik und die visuelle Inszenierung miteinander verbinden.
Ein ganz besonderer Moment der Tour folgte mit „In League With Satan“, dem Klassiker von Venom. Für diesen Song kam Dimmu-Borgir-Sänger Shagrath gemeinsam mit Nergal auf die Bühne. Die gemeinsame Performance bildete einen passenden Höhepunkt für eine Tour, die zwei der bekanntesten Namen des Extreme Metal zusammenbringt.
Mit „O Father, O Satan, O Sun!“ fand der Abend schließlich einen würdigen Abschluss. Nach drei intensiven Auftritten blieb vor allem der Eindruck eines Konzertpakets, das die verschiedenen Spielarten des Extreme Metal eindrucksvoll zusammenführte.
Dark Funeral lieferten den kompromisslosen Black Metal, Dimmu Borgir sorgten für symphonische Größe und cineastische Atmosphäre, während Behemoth mit ihrer aufwendigen Inszenierung und musikalischen Präzision den Schlusspunkt setzten.
Die „In League With Satan“-Tour machte ihrem Namen in der Rockhal alle Ehre. Ein Abend für Fans der dunkleren Seite des Metal – intensiv, düster und voller eindrucksvoller Momente.