Schlachthof Wiesbaden: SOL SONIC RIDE VI kündigt Headliner und fünf weitere Bands an

Schlachthof Wiesbaden: SOL SONIC RIDE VI kündigt Headliner und fünf weitere Bands an

Die erste Welle für SOL SONIC RIDE WIESBADEN PART VI ist da und startet gleich mit einer ordentlichen Packung Ikonen. Am 26. Juni 2027 verteilt sich das Festival auf Halle, Kesselhaus und den Außenbereich des Schlachthofs Wiesbaden. Sechs Namen stehen bereits fest, von der kalifornischen Wüsten-Rock-Legende bis zum jüngsten Berliner Untergrund: Fu Manchu, Rotor, Krake, Lurch, Yeast Machine und Lebenshilfe. Weitere Bands sollen in den kommenden Wochen folgen.

Zum Auftakt steht ein Jubiläum: 1997 veröffentlichten Fu Manchu mit „The Action Is Go“ ihr viertes Album und lieferten damit einen der prägendsten Tonträger des aufkommenden Stoner Rock. Dreißig Jahre später spielen die Kalifornier genau dieses Album als Sonderset komplett durch, ergänzt um die schwersten Nummern aus ihrer Geschichte. Fu Manchu, 1985 noch als Black-Flag-beeinflusstes Hardcore-Punk-Projekt namens Virulence gegründet, brachte 1990 mit „Kept Between Trees“ ihre erste Single heraus und prägte in den Folgejahren gemeinsam mit Kyuss, Monster Magnet und Sleep den Stoner Rock als eigenständiges Genre. 13 Alben später folgte 2024 mit „The Return Of Tomorrow“ das erste Doppelalbum der Bandgeschichte – auf Vinyl bewusst als zwei Klangwelten angelegt, von treibendem Fuzz-Rock bis zu den ruhigeren, synthesizerdurchsetzten Songs der zweiten LP.

Verstärkung kommt gleich doppelt aus Berlin. Rotor feilen seit 1998 an ihrem instrumentalen Sound zwischen Stoner, Progressive und Space Rock – seit 2014 als Quartett, seit jeher ohne große Medienpräsenz, was der Band ihren Kultstatus eingebracht hat. Ihr aktuelles Album „Sieben“ erschien 2023 bei Noisolution, eingespielt mit Charlie Paschen; Titel wie „Kahlschlag“ und „Mäander“ stehen für den dichten, wortkargen Zugriff der Band. Krake, seit Sommer 2024 als Trio unterwegs, verbinden Wüsten-Fuzz mit Doom-Schwere: Sänger und Gitarrist Thorsten Rock, Bassist Matthias Chang/Made Ziegenhagen und Schlagzeuger Lucas Worisch veröffentlichten im Laufe des Jahres 2025 ihre ersten Songs „Loch“ und „Flocati Speed Bomb“ und spielten seither bereits auf größeren deutschen Stoner-Rock-Festivals. Aus Tübingen reist Yeast Machine mit einer Ladung Grunge, Psych und Fuzz an, Lurch ergänzt das Programm mit doomig-funkigem Garage-Psych zwischen Metal-Appeal und Augenzwinkern. Den jüngsten Namen der Ankündigung stellt Lebenshilfe (ehemals Noisy Valet) aus Aschaffenburg: Die Band, die ihren eigenen Sound selbst als „Dull Music“ bezeichnet, spielte im Mai 2026 ihr erstes Konzert und verarbeitet in dichten, psychedelischen Klangwänden Themen wie innere Unsicherheit und gesellschaftliche Vereinsamung.

Das aktuelle Ticket kostet 74,90 € und ist ab sofort über Sound of Liberation erhältlich.

Tourdaten:
Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden, Wiesbaden, Deutschland

Andreas Schieler

Leitung, Redakteur und Fotograf