Vader und Entombed A.D. sorgen für gediegenes Geknüppel in Mannheim

Zur besonderen Death-Metal-Invasion lud das MS Connexion Complex am 30.10.2018 nach Mannheim. Vader und Entombed A.D. auf großer Co-Headliner Tour! Das musste ja geil werden. Mit dabei waren Hellavista und The Modern Age Slavery, die den Abend würdig eröffneten. Ein super Line-up, das keine Wünsche offen ließ.

Gemächlich füllte sich das MS Connexion Complex in Mannheim, bis um 19 Uhr die erste der vier angekündigten Bands loslegte. Hellavista, die Groove Thrash Metaller aus Wien, eröffneten den Abend mit eingängigen Riffs und guter Laune. Es war nur irgendwie schade für die 5 Jungs, dass sich anfangs noch relativ wenige Konzertbesucher eingefunden hatten. Nach einer guten halben Stunde war ihr passabler Auftritt leider auch schon wieder vorbei und die Italiener von The Modern Age Slavery übernahmen die Bühne als zweite Band des Abends, der im Zeichen von schnellem und guten Metal stand. Wer diese Band noch nicht kennt: Anhören! Geknüppel vom Feinsten. Der Schlagzeuger hat mich besonders beeindruckt. Sehr präzises, schnelles und abwechslungsreiches Trommelspiel! Sänger Box hat eine extrem kraftvolle Stimme und eine tolle Ausstrahlung, die voll zu deren Musik passt, die ich sehr straight und geradlinig finde. Ohne Geschnörkel, dennoch in keinster Weise langweilig und technisch anspruchsvoll. Mit einem Sepultura Cover von “Arise” zum Abschluss ihres Auftrittes (was gefühlt doppelt so schnell als das Original war) verabschiedeten sie sich dann auch wieder viel zu schnell von der Bühne.

Piotr „Peter“ Wiwczarek, Vader

 In der Umbaupause für Entombed A.D. schlug mein Herz dann schon etwas schneller vor lauter Vorfreude auf die Schweden, deren Poster die Wände meines Jugendzimmers zierten. 1989 als Nihilist gegründet, dann als Entombed und jetzt unter dem Namen Entombed A.D. unterwegs, begannen sie ihr Set und das Publikum war sofort dabei. Vor allem begeistert hat mich, dass auch viele alte Songs mit im Gepäck waren. Von der “Left Hand Path”, “Clandestine” und “Wolverine Blues” waren die Knaller mit dabei an diesem tollen Abend. Wer auf 90er Death-Metal steht kam voll auf seine Kosten. Das Intro hörte sich recht sanft und melodiös an, aber dann ging es richtig ab. Die Jungs um Sänger Lars-Göran Petrov und das gesamte Publikum konnten auf Anhieb gut miteinander. Die Stimmung im MS Connexion Complex war echt super! Entombed A.D. haben mich schon ziemlich hypnotisiert, da anzuknüpfen würde für die Co-Headliner Vader sicher nicht einfach werden. Entombed A.D. haben live richtig überzeugt und ihrem Namen als Kult-Band wahrlich eine Ehre gemacht. Nach einer kurzen Umbaupause vereinnahmten dann Vader die Bühne, die schon seit den 1980ern regelmäßig mit ihrem Death-Metal auf vielen Touren begeistern konnten. Die Polen haben tempomäßig noch mal gut eins draufgelegt. Brachial, brutal, wie soll man sonst zu deren Musik sagen? Der Drummer machte ein Tempo, was seinesgleichen sucht. Hammer! Als hätte er nur diese eine Gelegenheit, mit Hilfe seines Schlagzeugs die Welt zusammenzuprügeln. Respekt. Sänger Piotr Wiwczarek wirkte bei seinen Ansagen so nett, bis sein Gesang losging. Wie eine akustische Schlägerei, im positiven. Sehr geil! Extrem schnell, dennoch hörte man die einzelnen Instrumente noch separat heraus und die technischen Details waren immer präsent. Das hat echt Spaß gemacht! Man kann auf jeden Fall von einer Co-Headliner Tour reden, Entombed A.D. und Vader sind live so tolle Bands, die sich super ergänzt und zusammengepasst haben und einen super Support mit dabei hatten. Ein toller Abend, der sich von der musikalischen Härte gekonnt gesteigert hat und mit Vader einen mehr als würdigen Abschluss fand. Fazit :Wer die Chance hat Entombed A.D. oder Vader live zu erleben sollte sie unbedingt nutzen, es macht echt Laune!

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