Beyond the Black rocken mit Kobra and the Lotus die Garage Saarbrücken

beyondtheblack_SB17_35

In der Garage Saarbrücken war am 17.12.2017 Frauenpower angesagt. Mit Beyond the Black und Kobra and the Lotus standen gleich zwei Female-Fronted-Metal-Bands auf dem vielversprechenden Programm.

Den Startschuss machen an diesem Abend jedoch Beast in Black. Die finnische Band, mit dem Ex-Gitarristen von Battle Beast Anton Kabanen sowie dem Ex-Gitarrist von U.D.O. Kasperi Heikkinen, fängt überpünktlich an. Mit ihrem soliden Hardrock bringt Frontmann Yannis Papadopoulos das Publikum in wenigen Minuten von null auf Hundert. Denn vor allem die ansteckende Spielfreude lässt den Funken schnell überspringen, so dass sich die Halle schnell füllt. Sowohl der klassische Heavy-Metal-Sound als auch die publikumswirksame Live-Performance machen Beast in Black zu einem eindrucksvollen wie kurzweiligen Opener. Zu Kobra and the Lotus ist im Anschluss kaum noch Platz in der Garage. Die in Calgary gegründete Band, die auf der Tour von Delain-Gitarrist Timo Somers Verstärkung bekommt,  präsentiert gut gelaunt fast ausschließlich neue Tracks. Publikumsmagnet ist die stets umherwirbelnde Sängerin Kobra Paige, die stimmlich und optisch so manches Herz höher schlagen lässt. Vor allem die Rhythmusfraktion peitscht den Sound durch die Garage, wodurch viel Bewegung in die Menge gebracht wird. Kobra and the Lotus überzeugen in etwa 45 Minuten auf ganzer Linie mit Headliner-Qualitäten und legen die Latte für den eigentlichen Headliner Beyond the Black richtig hoch.

Dieser ist heute mit einem Heimvorteil am Start. Denn Sängerin Jennifer Haben, das einzig verbleibende Gründungsmitglied der jungen Band, ist gebürtige Saarländerin und hat jede Mende Fans sowie einige Familienmitglieder mitgebracht. Das motiviert, was man ihr bis zum letzten Ton auch ansieht. Ob zu dem Band-Hit “Songs of Love and Death”, zu der Wacken-Hymne “Rage Before the Storm” im Duett mit Kobra Paige oder auch zum Motörhead-Cover “Love Me Forever” feiern die zahlreichen Fans mit Band auf einer Wellenlänge. Textsicher wird mitgesungen und abgerockt. Einen der folgenden – langsameren – Songs widmet Jennifer ihrer Mutter, die sich ebenfalls im Publikum befindet. Kuschel-Passagen werden dabei vom Piano und Akustik-Gitarre begleitet. Jennifer ist stets der Dreh- und Angelpunkt, steht dabei immer im Rampenlicht. Insgesamt gibt sich Beyond the Black sanfter als ihre Vorgänger, aber den Fans gefällt es und diese feiern mit der Band. Zum Schluss wird es dann rockiger, sogleich kommt auch mehr Bewegung in den Saal. So geht wohl jeder zufrieden nach Hause und freut sich über einen tollen Konzertabend, an dem alle drei Bands begeistern konnten.

Das könnte Dich auch interessieren …