Von W.A.S.P. bis Dan Byrne: Knock Out Festival packt vier Jahrzehnte Metal in die Schwarzwaldhalle
Das Metaljahr endet nicht nach Punkten, sondern mit einem Schlag voll auf die Zwölf. Am 12. Dezember 2026 steigt das Knock Out Festival in der Schwarzwaldhalle Karlsruhe zum letzten Schlagabtausch in den Ring, und das Billing hat Gewicht: W.A.S.P., Queensrÿche, Battle Beast, Warkings, Burning Witches und Dan Byrne teilen sich einen Tag und eine Bühne. Sechs Bands, harte Riffs und voll auf die Ohren – genau so stellen wir uns unsere Weihnachtsfeier vor.
W.A.S.P. führen das Feld an. Blackie Lawless treibt die Band seit über vier Jahrzehnten durch Schock, Pathos und Hymnen, die längst zum Grundwortschatz des Genres gehören. „I Wanna Be Somebody“, „L.O.V.E. Machine“, „Wild Child“. Der Veranstalter Bottom Row kündigt eine Show an, die die gesamte Karriere abdeckt. Bei einem Katalog, der bis in die frühen Achtziger zurückreicht, ist das eine Ansage.
Queensrÿche liefern den Gegenentwurf. Wo W.A.S.P. frontal angreifen, bauen die US-Amerikaner Spannung über Architektur auf: verschachtelte Arrangements, weite Melodiebögen, Konzeptdenken. „Operation: Mindcrime“ und „Empire“ zählen zum Kanon des Progressive Metal. In Karlsruhe hat der Name bereits Geschichte, 2015 stand Geoff Tates Projekt Operation: Mindcrime auf dem Plakat. Diesmal kommt die Band selbst.
Battle Beast kennen den Weg in die Schwarzwaldhalle schon. 2019 spielten die Finnen im Line-up neben Avantasia und Grave Digger, seitdem haben sie mit „Circus of Doom“ und „Steelbound“ nachgelegt. Ihr Power Metal setzt auf Keyboard-Fanfaren und Refrains, die für Hallen dieser Größe gebaut sind. Warkings kontern mit Kostüm und Kampfansage: Seit 2018 ziehen die vier Krieger mit Sängerin Morgana le Fay in die Schlacht, ihr Album „Armageddon“ stieg 2025 auf Platz 6 der deutschen Charts ein.
Burning Witches komplettierten Ende Juli das Billing. Die Schweizerinnen um Frontfrau Laura Guldemond stehen für klassischen Heavy Metal mit Gitarrenduellen und hoher Stimmlage. Den Auftakt übernimmt Dan Byrne aus Liverpool, den der britische Sender Planet Rock als „The Voice Of A Generation“ feiert. Nach der Debüt-EP „Beginnings“ und dem Album „This Is Where The Show Begins“ spielte er seine erste Headliner-Tour durch ausverkaufte britische Clubs. Der Albumtitel passt zum Slot.
Das Knock Out Festival blickt auf eine Plakatgeschichte zurück, die 2005 beginnt und sich wie ein Who’s who liest: Within Temptation, Helloween, Saxon, Blind Guardian, Powerwolf. 2024 war die Halle ausverkauft.