Tanzritual Festival Bexbach 12.09.2014

Mein “Alter Ego” Tim Frontfleisch wurde wieder an die Ost+Front gerufen! Diesmal ging es nach Bexbach zum „Tanzritual Festival“ ins schöne Saarland. Der Ort Bexbach war mir schon länger bekannt durch eine beliebte Familien-Serie über einen Kappen-Träger der alles besser weiß und alles kann: „Familie Heinz Becker.“ Wie dem auch sei, ich muss erst mal weiter ausholen um dem Bericht ein wenig Tiefe zu verpassen:

Ich bin ja meistens jemand der erst dann zusagt zu kommen, wenn er bereits da ist. Und das hat auch seine Gründe: Ich habe leider schon öfters die Erfahrung gemacht, dass je länger ich etwas im Vorraus plane desto eher schief  geht. So sollte es nämlich auch dieses Mal wieder sein. Das Navi war aufgeladen, die Verpflegung eingepackt, die Vorfreude war groß und was war? An meinem Auto waren die Bremsen kaputt, herzlichen Dank. Für einen Werkstattbesuch war die Zeit nicht mehr ausreichend und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wäre ich bestimmt jetzt noch unterwegs. Doch zum Glück bekam ich von meinem Vater sein heißgeliebtes Auto zur Verfügung gestellt, und somit stand unsere Reise schon mal unter einem guten „STERN“ und konnte komfortabel angetreten werden. Schnell noch alles eingeladen, den besten Kumpel eingesammelt und los ging es. Das Wetter war schön und sonnig, zumindest bei uns zuhause. Als wir am Veranstaltungsort eintrafen mussten wir leider feststellen dass es recht trüb war und sich über uns Regenwolken sammelten. Aber das war uns egal, denn wozu gibt es denn Jacken? Außerdem gab es die Möglichkeite sich unterzustellen.

Erstmal wurde das Gelände unter die Lupe genommen. Eine wirklich schönes Fleckchen Erde, urig und einladend. Das einzige was mich gestört hat, war das zu wenig Verkaufsstände aufgebaut waren, obwohl genug Platz vorhanden war. Da hätte man locker noch einen separaten Mittelalter-Markt aufbauen können, aber egal. Das Publikum war bunt gemischt, genauso bunt wie manche Kleider die einige Frauen trugen. Viele Besucher haben sich richtig schön in Schale geschmissen, ob groß, ob klein, ob alt, ob jung (ja das Lied-Zitat war absichtlich gewählt), denn es waren einige Familien mit Kind, Kegel und sogar mit Hund anwesend. Ich fand das richtig gemütlich und familiär.

Als ich grade eine Liaison mit der grünen Fee am Absinth-Stand anfangen wollte, meldete sich was in meiner Hosentasche, natürlich der Auto-Schlüssel mit „Dont drink and drive.“ Und da ich mich daran halte musste meine Begleitung einen Absinth für mich mittrinken; ist halt nie verkehrt wenn man noch jemanden mit dabei hat (Lump!).

Dann betrat die Band „All the Ashes“ aus dem Ruhrgebiet die Bühne. Mir war sie zwar noch gänzlich unbekannt, doch hat mir die Musik dennoch gut gefallen. Für solch einen schönen düsteren Dark Wave/Electro-Pop, mit intensivem Bass bin ich sowieso immer zu begeistern. Da kam ich natürlich nicht drum herum mir eine CD zu kaufen und sie mir direkt von den sympathischen Burschen signieren zu lassen.

Mittlerweile füllte sich jetzt auch der Platz ein wenig mehr und während man das ein oder andere bekannte Gesicht begrüßte, formierte sich die Band „Heimaterde“ auf der Bühne. Ich muss zu meiner Schande gestehen das ich noch nicht viel von der Band kannte aber eines weiß ich, ich muss das definitiv nachholen. Die Show war echt Klasse und hat meinen kaputten Geschmack wirklich getroffen – ja getroffen wie ein Schwert kann man schon fast sagen, wer dabei war weiß was ich meine. Man hat den Burschen schon angemerkt das sie viel „Herzblut“ in ihre Show fließen lassen. Ganz im Ernst, rockende Ritter die blutige Küsse verteilen ebenso wie Gratis-CDs und Herzen, also wenn das nicht einnehmend ist dann weiß ich es auch nicht. Wie dem auch sei, ich bin daran kleben geblieben, wirklich Top!

Nun sollte es auch nicht mehr lange dauern, bis endlich mein persönlicher Top-Act auf die Bühne marschieret, nämlich Ost+Front! Nach einer kurzen Dekoration der Bühne und Sound-Check ging es auch schon los, der Opener „O+F 2014“ hämmerte sofort rein, trotz kurzer Mikro-Unterbrechung (kann passieren, war nicht schlimm). Sofort kam beste Stimmung auf und vergessen war das schlechte Wetter. Darauf folgten Kracher wie „Fleisch“, „Liebeslied“ oder „Heimkind“, die mich sofort zum lauten mitsingen animierten. Zur passenden Untermalung trat Eva Edelweiß vor die Bühne und fütterte uns mit Würstchen. An dieser Stelle hätte ich übrigens mal einen Vorschlag, beim nächsten mal wäre eine ordentliche scharfe Currywurst optimal, ihr seid doch Berliner. Würde doch gut aussehen wenn Eva mal mit einem kleinen Holzpiekser das Publikum mit Currywurst füttert. (Kleiner Scherz, weiter im Text.) Es folgten weitere Nackenbrecher wie „Heimkind“, „Heimaterde“ und „Freundschaft“,dazu gab es passend zum Text „gelbes Gift“ aus Evas Urin-Beutel (muhaha der musste sein, seid mir nicht böse). Aber alles gut soweit, sah wirklich klasse aus. Dann kam endlich eins meiner absoluten Lieblingslieder und für mich heute schon ein Klassiker, das „Denkelied.“ Spätestens da haben auch mal die, die vorher stumm waren, mitgesungen und gegrölt,. Es folgten Lieder wie „Perfekt“, „1+1“, „Gang Bang“, „Ich liebe es“. So weit, so gut, ich für meinen Teil hatte noch ein bisschen Stimme übrig und die war auch notwendig, denn nun kamen „Mensch“, „911“ und „Bitte schlag mich“, es wurde nochmal alles gegeben und wirklich aus allen Rohren gefeuert. Seitens der Band und seitens des Publikums. Gut das die Absperrung so robust war.

Nach verdientem Beifall und unter „ZUGABE-“rufen, verließen die Ost+Frontler die Bühne. Da ich aber vorher schon die „Mülltonne“ erblickte, wusste ich was Sache ist und es dauerte nicht lange bis man ein Intro vernahm und die Band nochmal auf die Bühne stiefelte. „Die schlechten Zeiten sind vorbeiii…“, jawohl, das wollte ich unbedingt noch hören, „O+F 2008“, ein wirklich geiles Lied um nochmal richtig aufzudrehen, abzugehen, durchzudrehen, was auch immer. Vor allem um das Tanzbein zu schwingen, während man dabei schön laut „OST+FRONT“ gen Bühne brüllen kann. Einfach nur herrlich, da ging es nochmal richtig ab. Ich habe auch eine Theorie warum ausgerechnet dieses Lied als Zugabe gespielt wird, man soll sich nochmal so richtig verausgaben damit man nicht nochmal „ZUGABE“ rufen kann. Kleiner Scherz natürlich. Selbst wenn es so wäre, solange man noch einen gebührenden Applaus hinbekommt ist alles in Ordnung. Somit ging ein gelungenes Konzert zu Ende, zumindest für mich und meine Begleitung.

Nach einem Plaudern mit der Band sahen wir uns noch kurz den abschließenden Act, „Excited-Mode for the Masses *Celebration Depeche Mode*“  an, der Sound war nicht verkehrt aber wir mussten uns langsam auf den Weg machen. Also verabschiedete man sich noch schnell bei alten und neuen Bekannten und dann wurde die Heimreise angetreten. Mein Fazit, es war ein wirklich gelungenes Fest, zwar mit ein, zwei kleinen Schönheitsfehlern aber wer ist schon PEEERFEKT!!!? Hat mich jedenfalls sehr gefreut Ost+Front mal wieder Live zu sehen und ich freue mich jetzt schon auf das nächste Mal. Keine Ahnung wann das sein wird aber ich lasse mich gerne überraschen.

Zum Schluss möchte ich noch die Veranstalter, Besucher und Künstler nebst ihren Crews des Tanzrituals grüßen und mich für ein tolles Fest bedanken. Besondere Grüße gehen hier noch an meine Eltern, denn ohne deren Leihgabe der Familienkutsche hätte ich jetzt nichts zum Berichten gehabt und ihr nichts zu lesen.

DANKESCHÖN!!!

Autor: Tim Frontfleisch

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