Von sphärischer bis zur Gute-Laune-Musik beim „No Music in K‘Town“

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Gegen Jahresende hat „No Music in K‘Town“ am 15.12.2017 traditionell wieder im Cotton Club stattgefunden. Mit Vielleicht Emma, LIO, Brothers of Santa Claus und DOdS sorgen gleich vier Bands mit ihren ganz eigenen unterschiedlichen Musikstilen für gute Tanzlaune im Cotton Club der Kammgarn. Somit war für jeden Geschmack etwas dabei. 

Wie geplant betreten um 20 Uhr Vielleicht Emma die Bühne. Während das junge Trio aus der Südwestpfalz mit ihrem sanften Deutschrock/-pop vor allem die eigenen Fans in den vorderen Reihen begeistert, füllt sich Lied für Lied der gemütliche Kellerraum. Die Jungs präsentieren sich vergleichsweise zahm, singen von Alltagsallüren und -problemen ihrer Generation und überzeugen durch einen griffig abgestimmten Sound. Vor allem das flüssige Gitarrenspiel trägt die leichten Indiepop-Töne. Nach 40 Minuten macht die Band unter gebührendem Beifall Platz für die nächste Gruppe. Zu dem jahreszeitlich passenden Namen Brothers of Santa Claus erschallen nun sphärisch-popige Klänge, die hin und wieder durch rockige Riffs unterbrochen werden. Das Quintett aus Freiburg präsentiert sich ruhig und facettenreich, bestechen dabei in ihrer ausgefallenen Konstellation durch dynamische easy-listening-Qualitäten a la Jack Johnson. Es ist jetzt nicht die Art von Musik, die wie zuvor zum Tanzen einlädt, vielmehr sind es die leichten Töne, die gechillt im Hintergrund laufen. Dabei wirken sie keineswegs monoton, sondern sind in sich komplex gestaltet und ebenso abwechslungsreich in ihrer Setlist.

Zu LIO kommt schließlich nochmal ein guter Schwung an Leuten in den Club. Auch musikalisch wird es jetzt schwungvoller sowie rockiger. Die vier präsentieren soliden Rock, der schnell zum Mitmachen einlädt, was so mancher im feierwütigen Publikum sogleich annimmt. Nicht nur eigene Songs auch Coversongs wie zum Beispiel von Monstertruck und Pearl Jam können die routiniert wirkenden Jungs gekonnt zum Besten geben, was deutlich die Stimmung nach oben treibt. In der vorderen Hälfte ist bis zum Schluss ordentlich Bewegung im Publikum: es wird ausgelassen getanzt, mitgesungen und geklatscht. LIO beenden mit „The Sun“, einem ihrer ersten Songs, unter anhaltendem Zugabe-Rufen einen mitreißenden Gig. Diese gibt es dann noch und nach dem Led Zeppelin Hit „Whole lotta love“ ist schließlich der Headliner an der Reihe. DOdS, die laut Frontmann Andre Greef „schon länger in der Stadt spielen“, können aus einem reichhaltigen Liederfundus schöpfen. Mit einem gelungenen Mix aus den altbekannten Liedern und dem neuen Material heizen sie ihrer angereisten Fanbase ein. Diese ist reichlich vor der Bühne versammelt und schwingt das Tanzbein zu den originellen Texten, die vom eingängigen Deutschrock getragen werden. Mit Inhalten wie „auch andere Bands schreiben schlechte Lieder, wir haben davon ein paar in unserem Repertoire“ zeigen die Jungs ihre relaxte Grundhaltung, die sich auch heute Abend im Cotton Club spiegelt. Auch wenn der Raum sich gegen Ende etwas leerte, war bis zum Schluss stets gute Laune vor sowie auf der Bühne.

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