Energiegeladene Butcher Babies bringen harte Klänge nach Mannheim

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Die Butcher Babies sind auf ihrer “Lilith”-Tournee für einen Zwischenstopam 15.03.2018 in Mannheim abgestiegen. Ins MS Connexion Complex haben Heidi und Carla nicht nur ihr neues Album im Gepäck sondern auch Klogr als Vorband sowie den Special Guest Eyes Set To Kill mit am Start.

Klogr starten in den Abend vor leider relativ wenig Leuten. Dabei hätte die italienisch-amerikanische Band deutlich mehr Publikum im MS Connexion verdient. Denn die vier Musiker zeigen sich kraftvoll und in toller Spiellaune, wobei es musikalisch relativ abwechslungsreich zugeht. Zu den treibenden Beats des Schlagzeugers gesellen sich schnelle Gitarrenriffs, die stellenweise durch interessante Soli des stets agilen Gitarristen ergänzt werden. Der melodische Sound ist rund und antreibend. Immer wieder animiert der Sänger die angereisten Fans, sich gerne – gerade in den vorderen Reihen – mitreißen lassen. Zwischendurch erzählt er, welche familiären Verbindungen die Musik Zustande bringt, um gleich darauf mit der „Rock-Metal-Family“ weiter zu rocken. Klogr erweisen sich als überraschend guter Warm-Upper für die Special Guets Eyes Set To Kill, die als nächstes auftreten. Das Quartett aus Phoenix Arizona präsentieren sich von Beginn an musikalisch härter, jedoch auch unausgereifter. Während der instrumentale Part ordentlich einheizt, bei dem vor allem der Leadgitarrist prägend für das Klangbild ist, wirkt der roh-schrille Gesang der Frontfrau nicht so wirklich. Bei der Coverversion „Zombies“ von den Cranberries zeigt die Band jedoch, dass sie mehr Potential aufzuweisen hat. Bei machen Songs übernimmt der Gitarrist den growlenden Gesangsteil, derweil die Sängerin im Klargesang deutlich besser abschneidet, was dem Gesamtklangbild gut tut. Das Publikum zeigt sich teilweise begeistert, geht aber nur zögernd mit. Im Laufe ihres Auftritts, wobei auch die Vorband kurz miteingebunden wird, steigern Eyes Set To Kill ihre Liveperformance, was sich positiv auf die Feierlaune im MS Connexion Complex niederschlägt. Nach fast 45 Minuten übergibt das Quartett die Bühne dem Headliner.

Die Butcher Babies legen nach einer kurzen Umbaupause unter spärlichem Licht los. Musikalisch steht natürlich das aktuelle Album “Lilith” im Vordergrund. So startet die Band mit dem Titelsong, der von weiteren Auszügen wie zum Beispiel “Burn The Straw Man”, “The Huntsman” und “Korova” gefolgt wird. Sehr laut und brachial donnert der Sound durch die Halle, welche sich im Vergleich zur Vorband leider nur wenig mehr gefüllt hat. Unermüdlich rennen und springen die beiden Sängerinnen Carla Harvey sowie Heidi Shepherd im mageren Scheinwerferlicht umher. Die blonde Heidi, die heute Abend im Cheerleader-Outfit mit Lederröckchen die Fans beglückt, gibt sich fan-nah. Während Carla weiter zwischen ihren männlichen Mitstreiter herum wirbelt, steigt ihre Gesangspartnerin öfter mal hinab zum Publikum, um es weiter anzutreiben. So gelingt es ihr auch, einige Fans zu einem überschaubaren Circlepit zu animieren, der sich im Anschluss um einen freistehen Pfosten mitten in der Halle dreht. Die Show ist professionell durchorganisiert und die Band gibt Vollgas, was die Menge bis zum Schlusston von “Magnolia Blvd.” sicht- und hörbar bei Laune hält – eine Show der Butcher Babies voller Energie und kraftvollem Metal! 

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