Dritte Wahl: „Scorpions des Punkrocks“ feiern im Cotton Club

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Zum 20-jährigen Jubiläum ihrer Erfolgsplatte „Nimm 3“ kamen DRITTE WAHL auf ihrer Tournee am 09.12.2016 in die Kammgarn Kaiserslautern. Dabei ließen es Gunnar, Stefan, Krel sowie Holger in über 120 Minuten in dem kleinen aber gefüllten Cotton Club so richtig krachen. Sichtlich gute Laune hatten sowohl die angereisten Fans als auch die Band selbst.

Doch bevor die Deutschpunkrocker, die schon seit nunmehr über 30 Jahren auf der Bühne stehen, im Club auftraten, waren ANDY’S SISTER, eine junge Konstellation von vier Jungs aus Worms, dran, um den noch spärlich anwesenden Fans einzuheizen. Derweil füllte sich der Raum immer weiter, während die Jungs bei bester Laune ihr Liedgut präsentierten. Nach ihrem wohlverdienten Applaus und kurzer Umbauphase startete DRITTE WAHL mit „Rausch“ in einen langen Konzertabend. Es folgte eine mitreißende Auswahl von 28 Liedern, die sowohl das gefeierte „Nimm 3“-Album als auch viele weitere Hits und Klassiker repräsentierte.

Fans waren von Anfang an dabei, ob im kleinen Pogo-Kreis vor der niedrigen Bühne oder beim textsicheren Mitsingen der Songs wie beispielsweise „Zu schön um wahr zu sein“, „Auge um Auge“ und vielen mehr. Zugegeben, der Cotton Club ist nicht sehr groß, aber die Stimmung an diesem Abend konnte locker mit manch einem großen Konzert mithalten. Die Menge – ein bunt gemischter Haufen aus jung bis alt – feierte lauthals sowie selbstironisch mit der Band nicht nur vor sondern auch auf der Bühne.  Bei „Fliegen“, dem letzten Lied vor der Zugabe, wurde der kleine Vorbau an der Bühne von einigen tanzfreudigen Leuten gestürmt, von denen sich der eine oder die andere zum Crowdsurfen hinreißen ließen. Durch die Pause sang fast der komplette Saal ununterbrochen den Refrain, so dass die vier Mannen von DRITTE WAHL, oder wie Gunnar stets betonte von den „Scorpions des Punkrocks“, nahtlos den gleichen Song fortführen konnten, mit dem sie aufhörten. Danach folgten sieben überwiegend neuere Lieder, bevor es nach kurzweiligen und intensiven zwei Stunden schließlich zu Ende war. Fazit: DRITTE WAHL hat gezeigt, dass nicht irgendwelche Effekthascherei sondern Spielfreude, Humor und mitreißende Lieder ein Konzert zu einem nachhaltigen Erlebnis machen kann.

Setlist: Rausch / Geblitzdingst / Fragen / Resolution der Kommunarden / Zu wahr um schön zu sein / Zu klein / Auge um Auge / Nichts geschafft / Störung / Lust / Ich hab da diesen Trick / Kneif mich / Hash / Der Spiegel / Alles vergeht / Wo ist mein Preis / Wegsehen / So wie ihr seid / Militär / Greif ein / Fliegen // Und jetzt? / Hol mich hier raus / Sirenen / Was weiß ich schon von der Liebe / Zeit bleib stehen / Der Schatten / Kein Wort

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